Gemeindezentrum DorfMitte
Mit der Eröffnung des neuen Gemeindezentrums DorfMitte im Oktober 2010 geht für die Gemeinde Koblach ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung. Koblach erhält ein neues Dorf und Gemeindezentrum – eine DorfMitte – welche für die Zukunft zu einer nachhaltigen Stärkung und Belebung unserer Gemeinde beitragen wird.
Bürgerservice und Gemeindeverwaltung sind im neuen Gemeindeamt das Herzstück und werden in Zukunft die ganze Woche für alle Koblacherinnen und Koblacher sowie für alle Besucher geöffnet haben. Wichtig für die Belebung unserer DorfMitte ist auch der Gemeindesaal mit dem neuen Foyer und dem angeschlossenen Café DorfMitte, welches täglich geöffnet ist (Mittwoch – Ruhetag) und Sie herzlich zu einem Besuch einlädt. Auch unser Gemeindearzt, die Musikschule Mittleres Rheintal sowie einige Koblacher Vereine sind wieder im Gemeindezentrum untergebracht und finden eine neue Heimat in unserer DorfMitte. Die Koblacher Jugend erhält im Kellergeschoß einen neuen Jugendtreff und Freiraum für Aktivitäten.
Mit dem Projekt Koblach – DorfMitte erhält Koblach einen attraktiven Treffpunkt im Herzen der Gemeinde, der zugleich ein Ort der Begegnung und der Kommunikation für Jung und Alt sein soll und unsere Nahversorgung stärken und beleben wird.
Auch der neue Dorfplatz mit seinem Dorfbrunnen in unmittelbarer Nähe zum Café lädt zum Besuch und Aufenthalt im neuen Gemeindezentrum ein. Nur eine attraktive und lebendige Gemeinde ist eine Dorfgemeinschaft mit Zukunft – unsere neue DorfMitte ist ein weiterer und wichtiger Schritt in diese Richtung.
Fritz Maierhofer, Bürgermeister
Die Architektur

Ausgangspunkt für die künftige Zentrumsentwicklung war das bestehende Gemeindeamt mit dem dahinterliegenden Gemeindesaal. Die Grundsubstanz der Gebäude sollte nicht abgebrochen werden. Der Zugang zum Saal musste attraktiver gestaltet werden. Damit waren die Rahmenbedingungen für die Projektentwicklung abgesteckt.
Über einen neuen verkehrsfreien Dorfplatz gelangt man von der Westseite zum Gemeindesaal. Dieser Platz ist in zwei Teilbereiche gegliedert, die einerseits auf der Höhe der Straße und andererseits auf dem Niveau des Saales liegen. Die beiden Platzteile werden durch eine großzügige Treppe und eine Rampe verbunden. Der neue Dorfbrunnen wertet das Erscheinungsbild im Zugangsbereich zusätzlich auf.
Das vorhandene L-förmige Gebäude wurde um drei Elemente erweitert: Straßenseitig definiert ein großzügig verglaster Zubau den neuen Eingang des Gemeindeamts. Dem Dorfplatz zugewandt ist das erweiterte Saalfoyer. Ostseitig wurde die Küche vergrößert.
Die Fassaden des Altbestandes und jene der Zubauten sind farblich und strukturmäßig differenziert und ermöglichen so eine Erkennung der einzelnen Bauteile. Ein großes Anliegen in der Planung war neben der Gestaltung der Baukörper und der Außenräume auch das Erscheinungsbild des neuen Zentrums in der Nacht. Daher wurden unterschiedliche Lichtelemente zu einem Ensemble zusammengefügt.
Dietmar Walser, Architekt DI
Die Planung zukunftsorientierter
Architektur erfordert eine
Betrachtungsweise, die über
den augenblicklichen Stand
der Dinge hinausgeht.
Funktionen
Das Gemeindeamt beinhaltet nach der Sanierung neben den Räumen für die Gemeinde eine Praxis für den Gemeindearzt, ein kleines Museum und im Untergeschoß einige Räume für die Jugend. Sowohl die Arztpraxis als auch das Museum waren auch schon vor der Sanierung in der gleichen Größe im Bestand vorhanden. Sie wurden lediglich lagemäßig verschoben.
Die Erschließung des Gemeindeamtes erfolgt über eine außenliegende, überdachte Rampe. Die Arztpraxis, das Museum und der Jugendbereich sind über ein neues Stiegenhaus erreichbar. Angrenzend an diese Stiege wurde ein behindertengerecht ausgeführter Lift errichtet.
Ein zweites Treppenhaus wurde am gegenüberliegenden Gebäudeende eingebaut. Dadurch konnte die Sicherheit für die Benutzer im Notfall wesentlich verbessert werden.
Ein zentrales Thema der Bauaufgabe war, die „Öffnung der Gemeinde“ räumlich zu artikulieren. Im Erdgeschoß wurden daher bestehende Wände durch Stützen und Träger ersetzt. Somit gelang es, eine offen und großzügig gestaltete Bürgerservicezone zu errichten.
Durch die neue, verglaste Eingangssituation erhielt das Gemeindeamt zusätzlich eine einladende Wirkung und soll so die neue Kundenfreundlichkeit betonen. Das Sitzungszimmer wurde ins Obergeschoß zwischen das Gemeindeamt und den Gemeindesaal verlegt.
Der Gemeindesaal blieb flächenmäßig gleich groß. Die Galerie im Saal wurde abgebrochen. An dieser Stelle befindet sich nun ein Regieraum. Das Foyer und die Küche des Saales wurden erweitert. Im Laufe der Projektentwicklung erhielt das Foyer eine zusätzliche Funktion: Es wird künftig auch als ein Ganztagscafé/Restaurant genutzt.
Im Untergeschoß des Saales sind weitere Vereinsräume untergebracht. So befinden sich hier ein Chorproberaum und ein Probelokal für den Musikverein. Zusätzlich sind die Garderoben für die Akteure unter dem Saal situiert.
Der Bühnenbereich erhielt einen eigenen Aufzug. Dieser beliefert die Bühne und ein Stuhl- und Tischlager und ermöglicht behinderten Akteuren das Erreichen der Garderoben und der Saalebene. Das gesamte Projekt wurde behindertengerecht adaptiert.
Alle Räume des Projektes sind von behinderten Personen ohne fremde Hilfe erreichbar. Dafür sorgen die beiden neuen Aufzugsanlagen. Jene Bereiche, die nicht über die Lifte zugänglich sind, haben zwei Treppensteiger erhalten. Die Eingangstür zum Arzt kann per Knopfdruck automatisch geöffnet werden. Der Haupteingang zum Gemeindeamt besitzt elektrische Schiebetüren. Innerhalb des Gebäudes sind drei behindertengerecht ausgestattete WC-Anlagen eingebaut worden.
Im Saal und im Foyer wurden in der Fußbodenkonstruktion Hörschleifen eingebaut. Diese ermöglichen es Menschen, die auf Hörgeräte angewiesen sind, Vorträge und Aufführungen in bester Qualität zu empfangen. Vor dem Eingang zum Gemeindearzt und in der Tiefgarage wurden Parkplätze für Behinderte errichtet.
Unter dem neuen Dorfplatz bietet eine Tiefgarage Platz für 30 PKWs. Oberirdisch wurden zusätzlich 30 Parkplätze gebaut. Eine befestigte Fläche im Westen bietet eine Parkierungsmöglichkeit für weitere 33 PKWs.
Energie
Die Gebäudehülle wurde mit hochwertiger Wärmedämmung versehen. Neue Passivhausfenster ersetzen die alten Metallfenster. Diese Maßnahmen führen grundsätzlich zu einem niedrigen Energiebedarf.
Die Wärmeversorgung erfolgt zentral mit einer Sole-Wasser-Wärmepumpe über neun Erdsonden. Diese reichen in bis zu 200 Meter Tiefe.
Niedertemperaturradiatoren sowie die Lüftungsanlagen verteilen die Wärme im Gebäude. Der Saal und das Foyer werden mittels Fußbodenheizung temperiert. Für eine zusätzliche Reduzierung des Energieverbrauchs wurden alle Räume mit einer kontrollierten Be- und Entlüftung ausgestattet.
Die Kälteversorgung des Gebäudes erfolgt ebenfalls über die Erdsonden. Die Anlage wurde so gebaut, dass ausschließlich frei (ohne Kältemaschine) gekühlt wird und somit mit Ausnahme der Pumpen kein zusätzlicher Energiebedarf besteht.
Die Kälteverteilung übernehmen die Kühldecken. Der Saal und das Foyer werden zusätzlich über den Fußboden gekühlt. Die Abwärme der Kühlung wird in einem von der Wärmepumpe gespeisten Speicher geleitet, mit dem die Warmwasserbereitung der Küche erfolgt.

Kosten Saalmiete (exkl. MwSt.)
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Einheimische Veranstalter |
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Saal mit Bühne (einschl.Foyer West) |
200,00 |
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Saal ohne Bühne (einschl.Foyer West) |
180,00 |
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Foyer West |
50,00 |
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Großer Raum hinter der Bühne |
15,00 |
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Sitzungszimmer |
15,00 |
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Techniker |
45,00 |
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Saal - nur südlicher Teil |
1/3 v.Entgelt |
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Saal - nur nördlicher Teil (mit od. ohne Bühne) |
2/3 v.Entgelt |
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Zuschlag für auswärtige Veranstalter auf die Entgelte für Raumbelegung |
150,00% |
