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Pfarrkirche St. Kilian

Geschichte der Pfarrkirche zum Hl. Kilian in KoblachPfarrkirche außen

Unsere heutige Pfarrkirche steht nun seit gut 100 Jahren „auf dem Kumma“. So nennen die Koblacher diese Örtlichkeit. Am
11. Juni 1907 wurde sie geweiht und ihrer Bestimmung übergeben. Und seit dieser Zeit „trohnt“ sie als Koblacher Wahrzeichen im wahrsten Sinne des Wortes in herrlicher Lage mit Blick ins Vorarlberger Oberland.

Sie entstand nach dem Plan von Architekt Rimli aus Frauenfeld in der Schweiz. Und Pfarrer Johann Jakob Flatz – er wirkte erst seit 1901 in Koblach – besaß die nötige Tatkraft, dieses gewaltige Werk umzusetzen. Für seine Verdienste um den Kirchenbau wurde er zum Ehrenbürger der Gemeinde Koblach ernannt.

Während des 1. Weltkrieges mussten die fünf Bronzeglocken aus „kriegswichtigen Gründen“ abgeliefert werden. Aber bereits 1922 wurden sie durch Stahlglocken ersetzt.

Die Inneneinrichtung der Kirche ließ lange Zeit auf sich warten. Erst nach und nach erhielt sie eine Kommunionbank, eine neue Kanzel und die 14 Kreuzwegstationen.

Nach einem halben Jahrhundert traten an der neubarocken Kirche erhebliche Witterungsschäden auf. Unsere Kirche erhielt einen neuen Verputz, das ursprünglich verwendete Zinkblech wurde größtenteils durch solches aus Kupfer ersetzt und umfangreiche Zimmermanns- und Dachdeckerarbeiten rundeten diese umfangreiche Restaurierungsphase ab. Im Herbst 1961 wurden die Arbeiten abgeschlossen.

Pfarrkirche innenDie gelungene Außenrestaurierung machte Mut, auch das Innere der Kirche zu erneuern. Die Liturgiereform des zweiten vatikanischen Konzils führte 1964/65 zu erheblichen Veränderungen. Der Hochaltar wurde entfernt. An seiner Stelle entstandein Volksaltar, ein Sakramentsaltar und ein Kupferrelief an der Rückwand der Kirche. Auch die Seitenaltäre wurden ausgeräumt. Die Kommunionbank wurde abgebrochen und die Kanzel durch einen Ambo ersetzt. Mit dem Ausmalen des Innenraumes wurden auch die Deckenfelder - bis dahin aus finanziellen Gründen weiß getüncht - mit den Themen Schöpfung, Erlösung und Verherrlichung neu gestaltet.

Das 100-jährige Bestandsjubiläum wurde zum Anlass genommen, die Kirche außen neuerlich zu restaurieren. Diese Erhaltungsmaßnahmen waren notwendig geworden, um noch größeren Schaden zu vermeiden. Die Arbeiten wurden 2008 abgeschlossen.

Juli 2010
Werner Gächter


Kapelle St. Rochus

Rochus außenDie Kapelle ist eine Stiftung des Feldkircher Hubmeisters Paul Tschitscher aus dem Jahre 1618. Sie wurde in den Jahren 1630 - 1632 nach einer großen Pestepidemie, die 1629 in dieser Gegend wütete, erbaut. Im Sandsteinbogen des Portals ist die Inschrift „J. N. 1750 R. E.“ zu erkennen, welche auf eine Erweiterung der Kapelle hinweist.

Die Altarmensa wurde um das Jahr 1750 errichtet. Der jetzige Aufbau des Altares ist den Gegebenheiten des kleinen Altarraumes angepasst worden. Das Altarbild dürfte allerdings für die Kapelle gemalt worden sein. Es stammt vom frühbarocken Maler Leonhard Werder (geb. um 1600 bis 1610). Im Zuge der Renovierung in den Jahren 1967 - 1970 Rochus innenwurden über dem Chorbogen zum Altarraum Wandmalereien freigelegt. Mehrere Stauten und Votivbilder aus den Jahren 1756 bis 1785 schmücken den Innenraum der Kapelle.

Auf einer Tafel sind der Hl. Rochus und der Hl. Sebastian dargestellt. Aus der Inschrift, zum Teil überschrieben und mehrfach ergänzt, lässt sich das Erbauungsdatum der Kapelle ablesen.

Die Kapelle besaß als Geläute zwei Bronzeglöckchen, die jedoch im Zweiten Weltkrieg abgegeben werden mussten. Heute befinden sich zwei kleine Stahlglocken im Turm.

Die Kapelle wurde in den Jahren 2004 bis 2007 außen und innen renoviert.

Information über die Renovierung der Kapelle zum Download

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