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„Abstreifen“ beim Fischereiverein Koblach

Im Herbst ist die Laichzeit der Bach- und Regenbogenforellen - die Bäuche der Mutterfische sind gefüllt mit 3000 - 5000 Eiern.

Die Mitglieder des Fischereivereins Koblach streifen die Eier aus den Mutterfischen ab, ebenso die Samenflüssigkeit der „Böcke“, die direkt in die Schüsseln mit den Eiern kommt. Im Anschluss wird das Gemisch zur Desinfektion mit Salzwasser versetzt. Im Keller der Vereinshütte werden die befruchteten Eier zuerst gewaschen und dann in sogenannten Langstrombecken – durch das frisches Wasser fließt – erbrütet. Dort werden auch die qualitativ minderwertigen Eier, die nicht völlig orange sind, entnommen. In gut vier Wochen schlüpfen dann die jungen Babyforellen.

In der Natur machen die Fische Laichgruben im Kies, was in den Zuchtbecken nicht möglich ist. Die Mutterfische würden nicht laichen und „kippen“, würden also sterben. Auch die männlichen Fische würden aggressiv werden, wenn sie nicht ablaichen können. Rund sieben Tonnen an Fischertrag wird so gewonnen. Die jungen Regenbogenforellen werden nach einem Jahr mit ca. 30 cm Größe, die Bachforellen bei gleicher Größe nach etwa zwei Jahren an verschiedene Fischereivereine im ganzen Land geliefert.

Neue Mitglieder sind beim Fischereiverein jederzeit herzlich willkommen, Interessierte können sich gerne bei Obmann Andreas Staudacher unter T 0664 4003485 melden!