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Großes Interesse am Hochwasserschutzprojekt Winklagraben

Gestern Abend durfte DI Dieter Breuß zahlreichen Interessierten das Projekt beim neuen Retentionsbecken Birken vorstellen, darunter Landesrat Gantner, Bgm. Hölzl, Gemeindevertreter und Mitglieder der Ortsfeuerwehr.

Von Oktober 2025 bis März erfolgte die Verbauung des Winklagrabens und die Errichtung des neuen Retentionsbeckens mit Einlaufbauwerk. Besonders für den Bereich Kohlplatz, der bei Starkregenereignissen in der Vergangenheit immer wieder von Überflutungen betroffen war, soll sich die Situation durch die umfangreichen Hochwasserschutzmaßnahmen gegen ein 100-jährliches Hochwasser (HQ100) verbessern.

„Den absoluten Schutz gegen Naturgefahren gibt es nicht – aber es gibt die Möglichkeit, Vorsorge zu treffen, um Risiken zu minimieren. Dieses Projekt steht beispielhaft für unser landesweites Engagement, die Menschen und Infrastruktur bestmöglich vor Hochwasserereignissen zu schützen“ so Landesrat Gantner.

Auch Bürgermeister Hölzl zeigte sich stolz: „Der erste Teil des generellen Projekts zur Hochwassersicherheit bei Starkregen ist umgesetzt und trägt nun zum Schutz für ganz Koblach bei. Mein besonderer Dank gilt allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit.“

 

Fassungsvermögen von 4.750 m³

Das neue Retentionsbecken, das sich dank ökologischer Baubegleitung und rasch aufkommendem Schilfbewuchs harmonisch in die Natur einfügt, kann bei Bedarf ein Volumen von 4.750 m³ Wasser aufnehmen. Das entspricht dem Füllstand von zwei olympischen Schwimmbecken. Im Bereich des Dammes beim Retentionsbecken ist noch mit geringfügigen Setzungen zu rechnen, daher erfolgt die endgültige Ausgestaltung in den Wintermonaten 2026/27. Zusammen mit den Ufermauern und Dämmen entlang des linken Ufers des Winklagrabens ist jedoch bereits jetzt der angestrebte Schutz gegen ein HQ 100 gegeben.

Die Projektkosten in Höhe von 1,32 Millionen Euro werden zu 48 Prozent durch das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK), zu 40 Prozent durch das Land Vorarlberg und zu 12 Prozent durch die Gemeinde Koblach finanziert.

 

Fotos: 7PRO.TV Medienproduktion/Gemeinde