Koblacher beschäftigen sich mit Verkehrsproblematik

Bürgerworkshop zu Straßen – und Wegekonzept für die Gemeinde Koblach
Koblacher beschäftigen sich mit Verkehrsproblematik

Text- und Bildquelle: Christof Egle, VN Heimat

 

Seit den 70er Jahren hat sich die Koblacher Einwohnerzahl verdoppelt. Nur einer der Gründe warum auch der Verkehr in der Gemeinde deutlich zugenommen hat. Nun arbeitet man aktuell an der Erstellung eines neuen Straßen – und Wegekonzepts, was sich zum einen mit der Kategorisierung der Gemeindestraßen beschäftigt, zum anderen aber auch Schutzmaßnahmen für Fußgänger und Radfahrer beinhalten soll und eine weitere Attraktivierung des öffentlichen Angebots. Als Ziel gilt es die Erstellung eines Leitfadens für die künftige Verkehrsplanung.

Bei der Auftaktveranstaltung im Koblacher Feuerwehrhaus waren alle Bürger eingeladen, die Ist-Situation mit all ihren Stärken und Schwächen zu bewerten, und sich aktiv mit neuen Ideen und Vorschlägen mit einzubringen, oder wie es Bürgermeister Fritz Maierhofer konkretisierte: „Jeder ist Teil des Problems und gleichzeitig der Lösung.“ Zahlreiche Koblacher nahmen die Möglichkeit der Bürgerbeteiligung wahr und erarbeiteten bei einem durchaus emotionalen Thema, wohltuend sachlich und ruhig, ihre individuellen Verkehrskonzepte. Schnell kristallisierten sich dann auch zwei Hauptproblempunkte heraus. Zum einen der Ortsteil Dürne, die dortige Straße wird gerne als Schleichweg bzw. als Verbindung zwischen Schweizer und Vorarlberger Autobahn von PKW, aber auch von LKW genutzt. Ein Teilnehmer entwickelte im Rahmen der Diskussion die Idee einer Südumfahrung von Koblach von der L190, Höhe ARA Vorderland, entlang der Frutz bis zur Meininger Straße. Zweiter Schwerpunkt ist nämlich genau diese Straße, viele Grenzgänger werden zunehmend vom morgendlichen Stau bei Mäder abgeschreckt und fahren durch die Koblacher Straße L55 und die Meininger Straße zum Zollamt Meiningen-Oberriet. Diese punktuellen Belastungen zu Stoßzeiten, werden leider untertags an beiden Brennpunkten von viel Schwerverkehr begleitet.

Diese und weitere Vorschläge wurden gesammelt und fließen in die Diskussion im zuständigen Verkehrsausschuss mit ein. Dieser wird voraussichtlich im zweiten Quartal 2019 erste Ergebnisse und Vorschläge präsentieren, neben einer öffentlichen Auflage in Gemeindeamt und Homepage, ist dann, neben der laufenden offenen Kommunikation, eine zweite Bürgerveranstaltung geplant. Aus all diesen Beratungen und Diskussionen soll dann bis Ende 2019, Anfang 2020 ein fertiges Konzept für Koblach entstehen und in Folge in Absprache mit Land und Nachbargemeinden umgesetzt werden. CEG

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